Fr

30

Aug

2013

Mit Walter durch Rio

Von Salvador ging es nach Rio. Hier waren wir fast direkt an der Copacobana untergebracht. Mit Walter, dem sprachgewandten viel-, schnell- und oftredenden Reiseführer ging es unterhaltsam durch diese fantastische 6-Millionen-City. Neben den obligatorischen Highlights wie Zuckerhut und Corcovado standen auch (fakultativ) Einblicke in eine Großstadt-Favella auf dem Programm und natürlich Besuche der weltberühmten Strände Copacobana und Ipamena. Was soll man mehr schreiben? Für mich steht fest, dass Rio de Janeiro eine der Städte auf der Welt ist, die man unbedingt gesehen und erlebt haben muss.

Das gilt für Sao Paulo nicht unbedingt. Dort waren wir indes trotzdem und haben auf der Heimreise, qausi im Vorbeigehen, den letzten Tag für eine Stadtrundfahrt durch die 22-Mio-Metropole sinnvoll und unterhaltsam genutzt. 

 

Tschüss und danke für´s Lesen!

 

Martin, der Blogwart!

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Do

29

Aug

2013

Bahia: ganz viel Kultur und eine Bootstour mit Samba

Mal wieder Zeit für einen kleinen Eintrag. Mittlerweile sind wir im fantastischen Rio angekommen. Also höchste Zeit für einen kleinen Rückblick auf die letzten paar Tage, die wir in der pulsierenden 3-Mio-Metropole Salvador verbrachten. Dort erlebten wir allerlei Kultur, einen schönen Bootsausflug und hatten wieder viel zu lachen. 

Das erste Highlight setzte unser Vollblut-Musikus und ehrenamtlicher Reise-Chorleiter Herbert unmittelbar nach der Ankunft in Salvador. Herbert benötigte nur wenige Minuten, um einer brasilianischen Band , die vor dem Leuchturm musizierte, die Grundzüge von "Auf der schwäbischen Eisenbahn" zu vermitteln, so dass wir mit einem fröhlichen Trullatrullatrulala in Salvador einlaufen konnten. Dieses spontane und generationsübergreifende schwäbisch-brasilianische Musikprojekt war die optimale Vorbereitung auf unsere Pousada. Der Inhaber der selbigen, Pater Hans Bönisch, versucht nämlich seit 1993 mit dem Projekt  "Barock in Bahia", einem sakralen Chor, jugendlichen der mittleren und unteren Bevölkerungsschichten humanistische Werte zu vermitteln  (vgl. Wikipedia oder FOCUS). Über Sinn oder Unsinn dieser Aktion möge sich jeder seine eigenen Gedanken machen.

Jedenfalls lag unsere Unterkunft mitten im etwas verwahrlosten Stadtviertel Saude, in dem man nachts nicht unbedingt alleine durch die Straßen schlendern will. Einige Straßenabschnitte auf dem Weg in die vorbildlich restaurierte Altstadt rund um den Pelourinho wirkten richtig gefährlich und so kam es auch vereinzelt zu etwas unerfreulicheren Kontakten zur Bevölkerung. 

Unser Reiseleiter Jürgen, ein Schöngeist par Exellence, verstand es aber vortrefflich uns einerseits auf die Risiken der laut Reiseführer gefährlichsten Stadt Brasiliens und andererseits deren reiches historisches und kulturelles Erbe hinzuweisen. Ein weiteres Highlight war ein kurzer historischer Vortrag unseres Herbergsvaters Pater Bönisch, der als Domkpapellmeister mit der Kathedrale in Bahia bestens vertraut ist. Anhand der Kathedrale gelang ihm ein kurzer geschichtlicher Abriss über rund 500 Jahre brasilanischer Geschichte, der sehr eloquent vorgetragen, ein wenig an jesutische Wortgewandheit erinnerte und  sich damit bestens in die Umgebung fügte.

 

Der nächste Tag war mit einem Ausflug auf zwei Inseln in der Allerheiligenbucht dem süßen Nichtstun gewidmet. Der Vollständigkeit halber sei aber erwähnt, das auf dem Ausflugsboot  neben Samba auch deutsches Liedgut erklang. 

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So

25

Aug

2013

Der Diamant unter den Nationalparks

Sodele, mal wieder Zeit für einen kleinen Beitrag und einen kleinen Rückblick auf zwei herrliche Tage in wunderbarer Umgebung. Das gilt sowohl für die landschaftlich sehr reizvolle Chapada Diamanta als auch für das nette Örtchen Lencoise und nicht zuletzt für unser sehr stimmungsvolles Hotel. Am Freitag stand eine kleine Wanderung rund um Lencoise auf dem Program. Die traten wir vollzählig an und kehrten zum Glück auch vollzählig zurück. Und das obwohl wir Felsen besteigen und Flüsse durchwaten mußten. Am Nachmittag war relaxen am Pool oder shopping in der City angesagt. Der Tag klang mit dem einen oder anderen Caipi, genossen zu brasilanischen Pizzen, langsam aus.

Am Samstag ging es auf einen Tagesausflug um die Schönheiten des Nationaparks zu erkunden. Aufgeteilt auf drei kleinere Fahrzeuge zog die Karawane los. Dabei fiel uns, neben den Felsformationen der Chapada, der geradezu selbstmörderische Fahrstil der brasilanschen Brummifahrer auf. Während in Deutschland noch über Super-Laster diskutiert wird, machen hier den australischen Roadtrains sehr ähnliche Gespanne mit fast 30 m Länge die Straßen unsicher. So wunderte es uns nicht, dass wir ein umgekipptes Exemplar passierten. Zum Glück saßen beide Fahrer unversehrt und grinsend neben ihrem deformierten Gespann. Unser erster Stop war das Teufelsloch. Klingt spektakulär und war es auch. Zumindest ganz bestimmt für Gerd. Während die meisten zu Fuß in das Teufelloch hinabstiegen, wählte Gerd einen Art Flying Fox, mit dem man direkt in die Fluten des Teufelslochs hinabgleiten kann. Gerd bewies damit mal wieder, dass es auch durchaus dynamische Beamte gibt ...

 

Anschließend ging es nach kurzer Busfahrt für die meisten tief hinab ins Erdreich in die Grota de Sud, eine ca. 800 m lange, durchgehend mind. 10 m hohe Höhle. Inbesondere der Einstieg durch eine fast 70 m tiefe Doline war sehr beeindruckend. Nach dem Mittagessen ging es auf holprigen Wegen weiter zur Blauen Grotte, die wie das Pendant in Capri durch leuchtend blaues Wasser besticht. Anschließend wurde es etwas unentspannt, da unsere Führerin Gisela für uns noch den Sonnenuntergang auf einem etwas entfernten Hügel auf dem Programm hatte. Der Aufstieg auf den, mit einem etwas in die Jahre gekommenen Gipfelkreuz geschmückten, Felsbolck lohnte sich dann aber sehr. Wir wurden mit einem atemberaubenden Blick auf die Chapada Diamtina belohnt, die in abendliches Licht getaucht, nochmals einen ganz eigenen Reiz entwickelte. Kurz sei noch erwähnt, dass zumindest in einem der drei kleinen Busse wieder einmal deutsches Liedgut gepflegt wurde. Allerdings standen mehr Stimmunghits wie das rote Pferd oder Old Mac Donalds auf dem musikalischen Programm. Nach kurzer, aber intensiver Überredung ließen sich auch die brasilianischen Guides zu einem kleinen Liedchen hinreisen was die Fahrt sehr kurzweilig machte.

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Do

22

Aug

2013

Tagestrip mit Fotostop

Mit einem Frühstück, dass sich diese Bezeichnung angesichts der frühen Stunde wirklich verdient hatte, starteten wir um 4.15 Uhr unseren Trip von Iguazu in die Chapada Diamantina. Zwischen den beiden Nationalparks liegt die schlappe Distanz von 2534 km (google maps). Für brasilianische Verhältnisse also quasi ein Katzensprung. Für uns auch. Allerdings dauerte der 17 Stunden und beinhaltete 2 Inlandsflüge und eine mehrstündige Busfahrt. Die wurde nur unterbrochen von einem Fotostop und einer kurzen Pause zur Nahrungsaufnahme in einem 0-Sterne Restaurant am Rande der Piste ins Nirgendwo. 

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Mi

21

Aug

2013

Iguazu: schräge Vögel, viel Wasser und ein Stundenhotel

Heute stand ein echtes touristisches Highlight auf dem Program, das absolut zurecht, bei keiner Brasilienrundreise fehlen darf: die Iguazu- Wasserfälle.

Bevor wir uns allerdings den tosenden Fluten näherten stand ein Besuch im benachbarten Vogelpark an. Anschließend nutzten einige schwäbische Brasilaner die Gelgenheit mit einem Helikopter über den majestätischen Katarakten zu schweben. Gemeinsam machten wir uns dann auf  den Weg zu den Wasserfällen. Das kann man allerdings nicht beschreiben, dass muss man gesehen haben.

Nach den Fällen ging es dann via 3-Ländereck (Brasilien, Argentinien und Paraquay) in unser Stundenhotel. Zur Beruhigung der Daheimgebliebenen: unser Hotel hier in Iguazu hat keinesfalls einen zweifelhaften Ruf. Aber wir werden nur wenige Stunden hier sein. Morgen früh um DREI UHR ist nämlich wecken angesagt. Dann geht es mit dem Flieger weiter nach Salvador...

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Di

20

Aug

2013

Party mit Hymne

Nach mehr oder weniger kurzer Anfahrt stieg gestern Abend die Abschiedsparty in einem der Lokale von Giovanes Freund Enzio. Der und auch Giovane hatten ihrerseits zahlreiche Freunde und vor allem Verwandte eingeladen. Begrüßt wurden wir mit einem Caipirinia, der es ziemlich in sich hatte. Das und die allgemein gute Stimmung trug wohl maßgeblich dazu bei, dass sich noch am selben Abend der gemischte Männerchor der Remstal-Kosaken gründete und sich wenig später spontan zu seinem ersten Auftritt entschloss.

Während das überwiegend brasilianische Publikum Gassenhauer wie "Junge komm bald wieder" noch mit verhaltenem Applaus bedachte, kochte die Stimmung über als die Remstal-Kosaken auf Wunsch Giovannes die Nationalhymne intonierten. Nach einigen weiteren entusiatisch geschmetterten Liedern und zahlreichen weiteren Caipies endete das Fest. Nicht zu vergessen sind einige Reden die natürlich auch noch geschwungen wurden : Giovane Elber bedankte sich für das Engagement der Stiftung und Richard Schrade wurde anlässlich seines kürzlich zurückliegenden Geburtstages mit einem Trikot beschenkt und auf eigenen Wunsch in die Seniorenmannschaft des Londrinenser Fußballclubs berufen. Summa summarum ein gelungenes Fest zu dem deutsches Liedgut und brasilanischer Alkohol wohl gleichermaßen beigetragen haben.  Wir überlegen aber ob wir Kürze ein MP3-File mit dem Best-off der Remstalkosaken zum Download bereitstellen sollen. Einweilen sagen wir mal: Danke für die Einladung, lieber Giovane!

Unmittelbar nach der Party ging es mit dem Nachtbus nach Igauzu in ein Stundenhotel bei den berühmten Wasserfällen. Aber das ist eine andere Geschichte....

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Di

20

Aug

2013

Kaffeefahrt

Nach einem reichhaltigen Fruehstueck ging es heute raus auf das Land. Auf dem Programm stand der Besuch auf einer Kaffeefarm. Nach eineinhalb Stunden Busfahrt erreichten wir uns Ziel noerdlich von Londrina. Allerdings mussten wir fuer die letzten 10 Kilometer unseren komfortablen Reisebus gegen ein sehr in die Jahre gekommenes Uralt-Vehicel eintauschen, mit dem wir ueber holprige Pisten in Richtung Farm schaukelten. Unterwegs erfuhren wir allerlei wissenswertes ueber Kaffee. Besonders sehenswert war die Trennung der Bohnen vom Laub. Dazu werden die Bohnen in die Luft geworfen und wieder aufgefangen und zwar ohne die Blaetter, die der Wind wegwehen soll. Auch einige Teilnehmer unserer illustren Truppe versuchten sich, mit sehr unterschiedlichem Erfolg, in der Kunst des Bohnen-in-die-Luft-werfen-und-wieder-auffangens. Belohnt wurden diese Bemuehungen mit einem tollen Mittagessen auf der Farm. Abgerundet durch ein Taesschen Kaffee aus eigener Produktion.

 

Inzwischen sind wir wieder in Londrina. Allerdings nur noch zum Abschiedsfest bei Giovane. Heute Nacht gegen 23 Uhr geht´s mit dem Nachtbus in Richtung Icauzu-Wasserfaelle, an den wir morgen gegen 6 Uhr ankommen werden.  

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Mo

19

Aug

2013

Im Circus Pestalozzi - Besuch an der Schule

Heute Morgen gab es ein beindruckendes Kontrastprogramm: aus dem Zentrum der aufstrebenden Mittelmetropole Londrina, die mit ihrer stattlichen Skyline etwas an asiatische Glitzermetropolen erinnert, ging es ganz in den Süden der Stadt. Dort ergibt sich, nur wenige Kilometer entfernt, ein völlig anderes Bild von Londrina bzw. Brasilien. Während in der Kernstadt Hochhäuser und Einkaufszentren das Stadtbild dominieren, reihen sich dort Blechhütten an windschiefe Bretterbuden. Favellas nennt man diese Armenviertel. Und mitten in einer Favella steht die Pestalozzi- Schule, die die Elber-Stiftung seit Jahren unterstützt. 

Der Empfang war beindruckend. Einige hundert Kinder empfingen den Besuch aus Europa lautstark und farbenprächtig. Zu Beginn gab es ein kurzweiliges Circusprogramm, das Kinder und Lehrer wochenlang einstudiert hatten, wie uns Giovanne Elber erklärte. Giovanne war mit seiner Frau Cynthia da, die uns anschließend noch durch die Schule führte. Sportliches Highlight war ein Fußballländerspiel, das die Schul-Selecao gegen die deutschen Besucher austrug. Über das Ergebniss wollen wir an dieser Stelle schweigen und sagen nur soviel: manchmal verliert man und manchmal gewinnen die Anderen. Zum Abschied gab es für jedes Kind eine Frisbeescheibe und einen Kuli. 

Am Nachmittag schauten wir uns noch eine weiteres Projekt an: den Kinderhort Casa do Caminho. Dort pflanzten "Ricardo" Schrade und Giovane einen Baum. Ach ja, Geschenke für die Kids hatten wir natürlich auch wieder im Gepäck.

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So

18

Aug

2013

Angekommen

Nach ca. 23 Stunden Reisezeit haben wir unser erstes Etappenziel erreicht: Londrina! Wie versprochen erwartet uns am Flughafen ein bestens gelaunter Giovanne Elber. Wir sind auch bestens gelaunt: endlich haben wir unsere "Zweitkoffer" los. Neben dem persönlichen Gepäck hat nämlich jeder Reiseteilnehmer einen weiteren Koffer, vollgepackt mit Spenden, nach Londrina gebracht. Die werden direkt am Flughafen von Giovanne auf einen Pickup geladen und der Inhalt, meist Kleidung und Spielsachen, findet hoffentlich bald neue Besitzer.

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Sa

17

Aug

2013

Jetzt geht's los

Pünktlich um 16.53 ging es am Winterbacher Bahnhof los. In Waiblingen und Fellbach kompletierte sich unsere Reisegruppe. Weiter ging es dann per ICE nach Frankfurt. 

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Fr

16

Aug

2013

Geschenke für die Kids

Quasi in letzter Minute hat es doch noch geklappt! 200 artgleiche Geschenke für die Kinder in Londrina konnten doch noch rechtzeitg organisert werden: Maria Aubele hat 200 Frisbee-Scheiben für unsere Kids in Londrina besorgt (siehe Foto). Gespendet wurden die knallbunten und von Hand verschönerten Flugobjekte von der Firma kokol (www.kokol-ptlounge.de)

Ach ja, der nimmermüde Richard S. hat noch 200 Kugelschreiber in Winnenden bei Kärcher geholt. Dafür natürlich auch herzlichen Dank an die Alfred Kärcher Vertriebs-GmbH. Und natürlich an Richard.
Das muss ja auch mal gesagt werden...

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Fr

16

Aug

2013

Ein paar Bilder...

Kleiner visueller Nachschlag vom Besuch von Johannes Kärcher am Dienstag. Nochmals herzlichen Dank, Herr Kärcher. Sie krieget au a Poschtkärtle. 

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